Istanbul – die letzte Station unseres ERASMUS-Projektes

Ziemlich genau ein Jahr nachdem wir unsere Gäste aus Beylikdüzü, Marijampole und Pietramelara in Berlin empfangen hatten, war es nun soweit: Die letzte Reise begann am Sonntag, dem 22. März 2026. Das Thema der Reise ist „Kulturelle Harmonie: Religionen und Traditionen über Grenzen hinweg entdecken“. Nach einem komfortablen Flug und einer Fahrt im Minibus gab es in Beylikdüzü ein herzliches Wiedersehen mit den Kindern und Lehrkräften und das Kennenlernen der Gasteltern. Weil es der letzte Tag des Zuckerfestes war, wurden die Kinder mit Süßigkeiten und Geschenken verwöhnt.

Der Montag begann – wie sollte es anders sein – mit Schule und  Unterricht in der Koc-Ortaokulu. Die Kinder lernten die Klassen ihrer Gastgeber*innen kennen, in denen etwa 40 Kinder lernen. Derweil wurden die Lehrkräfte vom Team der Schule, vom Schulleiter und vom Schulrat herzlich empfangen. Schließlich trafen sich alle ERASMUS-Teilnehmenden in der Aula der Schule, wo wir nach der offiziellen Begrüßung eine Sema-Zeremonie mit Mevlevi, (einem tanzenden Derwisch) erleben durften. Außerdem lernten wir Hacivat und Karagöz, die beiden berühmtesten Figuren des türkischen Puppentheaters kennen. Der Schulchor gab uns eine Probe seines Könnens.  

Nach dem Mittagessen in der Cafeteria präsentierte jedes Länderteam sein Land, die Stadt, die Schule und ausgewählte Sehenswürdigkeiten. Wie bei den vorherigen Stationen war dafür ein Cultural Desk vorbereitet. Anschließend durften wir gemeinsam Ebru – das türkische Malen auf Wasser ausprobieren. Am Ende des Schultages gab es eine Überraschung: Eltern und Team hatten für uns ein riesiges Büfett mit türkischen Köstlichkeiten und einer ERASMUS-Torte vorbereitet.

Am Dienstag besuchten wir Sultanahmet, die Altstadt von Istanbul. Wir begannen mit einer Führung durch die Hagia Sophia, ein beeindruckendes Gebäude mit 1500 Jahren wechselvoller Geschichte – als Kirche, Moschee, Museum. Nicht weniger beeindruckend: Die Yerebatan-Zisterne, der größte unterirdische antike Wasserspeicher der Welt. Weiter ging es zur Blauen Moschee, die durch ihre Ornamente, ihre Größe und die Stimmung im Innern beeindruckte.

Mittwoch war für Aktivitäten in der Schule reserviert. Morgens besuchten die Lehrkräfte auch die gastgebenden Klassen und hatten Zeit für den Austausch mit den Kolleg*innen der Partnerschule. Danach trafen wir uns wieder in der Aula, zur zweiten Präsentation. Diesmal ging es um Religionen in unseren Ländern. Wir hatten dafür 175 Kinder unserer Schule befragt, wie sie es mit der Religion, dem Fasten, dem Besuch von Gotteshäusern halten. Am Nachmittag wurden wir zu einem Keramik-Workshop eingeladen, in dessen Verlauf ein Mosaik aus kunstvoll gestalteten Fliesen entstand. Die Koordinator*innen des Projektes trafen sich zu einer letzten gemeinsamen Live-Sitzung.

Zum Taksim-Platz fuhren wir am Donnerstag. Unser Guide brachte uns die Vielfalt dieses  Teils von Istanbul nahe. Über die Istiklal-Caddesi gingen wir zum Galata-Turm – um unterwegs die Sent Antuan Kirche und die Neve-Shalom-Synagoge zu besichtigen und so religiöse Vielfalt und Toleranz zu spüren.
Nach der Mittagspause folgte der Höhepunkt des Tages: Eine Fahrt auf dem Bosporus. Mit Tanz, Musik und Sonnenschein fuhren wir vom Goldenen Horn bis zur zweiten Bosporus-Brücke und konnten so vom Wasser aus diese faszinierende Stadt genießen.

Die türkischen ERASMUSKINDER bekamen am Freitag vormittags schulfrei, damit sie diesen noch mit ihren Gästen verbringen und diese verabschieden konnten. Auch nach dem Programm in der Schule hatten die Kinder eine wunderbare gemeinsame Zeit, ob im Park, beim Bowling, Trampolinspringen, in der Mall, beim gemeinsamen Essen, Basteln, Spielen, bei Ausflügen nach Asien und auf den Fernsehturm.

Wir flogen zurück nach einer Woche voller überwältigender Gastfreundschaft, vielen Eindrücken, wunderbaren Erlebnissen, Freundschaften zurück.
Vielen Dank an alle Gastgeber*innen für diese tolle Zeit!

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